Der bunte Hahn, hier im Grau der Erinnerung.

Memoriam

  Geflügelzuchtverein Hildesheim u.U.  von 1869

von Franz Karl Diestel   eMail:

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geändert am 19.07.2009 03:13   

 

 

 

Memoriam GZV Hildesheim : Gemeinschaftszuchtanlage I                                                   aktualisiert seit: 24.03.2007 13:20

    Bau der

- Gemeinschaftszuchtanlage - GZA I -

1977    -Bild -

Seitenübersicht:

Gedanken zur Einweihung
Merkblatt
Hausordnung
Pachtvertrag Muster

  Gedanken zur Einweihung

der   Gemeinschaftszuchtanlage   des   Geflügelzuchtvereins Hildesheim und Umgebung e. V. von 1869

Wenn wir am 9. 9.1977 die Einweihung unserer neu geschaffenen Zuchtanlage mit einer  würdigen Feierstunde begehen konnten, so sind wir stolz, dieses Ziel erreicht zu haben. Sicher wird sich dieser oder jener der geladenen Gäste seine Gedanken machen, warum eine Geflügelzuchtanlage In Hildesheim? Will man diesem Gedanken nachgehen und eine Antwort finden, muss man schon weit zurückblicken, um diese zu finden. Neu ist der Gedanke nämlich keineswegs. In Süddeutschland kennt man ähnliche Anlagen schon lange. Auch unser Verein hat sich schon Im Jahre 1956 mit dieser Frage beschäftigt als nämlich die städtische Obstplantage Gelände freigab. Unser damaliger Vorsitzender H. Neumann hatte schon Kontakte mit der Stadt ange­knüpft, da sich aber wegen der weiten Wege zum Galgenberg nur wenige Interessenten meldeten, wurde die Angelegenheit nicht weiter verfolgt.

Aber in den folgenden Jahren des wachsenden Wohlslandes mussten immer mehr Züchter Ihre Tiere abschaffen, da Kleintiere nicht mehr in unseren modernen Wohnsiedlungen geduldet wurden, |a man die Haltung der Kleintiere sogar verbot. Immer häufiger wurden Härtefälle von Tierhalteverboten an unseren Verein herangetragen mit der Bitte um Unterstützung.

Mit dem Kauf des Geländes vor der Lademühle und der Errichtung des Dr. – Lax -Hauses stand auch wieder das Problem einer Zuchtanlage zur Diskussion. Leider fehlten aber die Mittel, um einen solchen Plan zu verwirklichen. Unser Geschäfts­führer nahm dann Verbindung zum Landwirtschaftsministerium in Hannover auf. Die Verhandlungen hatten Erfolg. Im Sommer 1977 wurde eine Beihilfe zur Beschaffung der Materialien gewährt. Es wurde der mit der Stadt erarbeitete Plan zur Genehmi­gung eingereicht. Auch hier fanden wir sofort wohlwollende Unterstützung In der weiteren Bearbeitung unseres Vorhabens. Inzwischen wurde der Bau ohne Beanstan­dungen abgenommen. Beiden Stellen sind wir zu großem Dank verpflichtet, denn ohne ihr Zutun stände der Stall mit seinen schönen Volieren hier nicht.

Die Dritten im Bunde waren dann einige sehr eifrige Züchterfreunde, die mit großem Elan an`s Werk gingen. Auch ihnen möchte ich an dieser Stelle im Namen des Vereins herzlich danken. So konnte die Anlage in kürzester Zeit fertiggestellt worden.

Es war mir eine besondere Freude und Ehre, zur Einweihung dieser Gemeinschaftszuchtanlage Vertreter dos Landwirtschaftsministeriums, der Stadtverwaltung und des Rates, des Landkreises Hildesheim, der Organisationen des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, der befreundeten Vereine, der Landwirtschaftskammer Hannover sowie der tatkräftigen Mitglieder unseres Vereins begrüßen zu können. Unser Verein hat eine stolze und lange Tradition und einen guten Ruf in der Züchterwelt des gesamten Bundesgebietes. Doch auf das, was hier in den letzten 10 Jahren in uneigennütziger Weise in Eigenhilfe und mit großem Idealismus geschaffen wurde, dürfen wohl alle Freunde mit Stolz und Genugtuung zurückblicken, die zum Gelingen dieser Anlage ihren Teil beigetragen haben. Wir sind unserem Ziel, einer „Zentrale der Kleintierzucht", einen großen Schritt näher gekommen.

Sollte die eingeweihte Zuchtanlage bei den Züchtern und auch damit in der Öffent­lichkeit die Anerkennung finden, so möge dies der Dank für alle beteiligten Mit­arbeiter sein. Mögen nachfolgende Generationen in den von uns geschaffenen Räumen plaudern und diskutieren und im Schatten der von uns gepflanzten Bäume sich von des Tages Arbeit ausruhen. Möchten sie doch immer in unserem Motto treu bleiben:

In Gemeinschaft für die Gemeinschaft!

Möchten sich an dieser Stätte immer wieder tierliebende Menschen zusammenfinden, um in züchterischer Aussprache den Gedanken der Kleintierzucht weiterzutragen. Die vielen Rassen sind vom Menschen erzüchtete lebende Kunstwerke, die zu erhallen wir der Nachwelt schuldig sind.

Mit diesen Gedanken verbinden sich viele Erinnerungen gemeinsamen Schaffens und in Dankbarkeit gedenken wir auch derer, die am Werk mit tätig waren, aber durch den Tod von uns gegangen sind.

Bernhard Braukmann, 1. Vorsitzender

  M  e  r  k   b   l  a  t  t

zur  Gemeinschaftszuchtanlage- GZA I - des   Geflügelzuchtvereins
Hildesheim u.U.  e.V.

von 1869 Stand: 16.08.1984  i. d. F. v. 01.04.1986

Träger der  Gemeinschaftszuchtanlage   ist  der Geflügelzuchtverein Hildesheim u.U. e.V., Vor  der Lademühle   15,   Dr.  Lax-Haus,   3200 Hildesheim

Geschäftsführer Franz Hartmann, (ausgeschieden 1986)

1.      In der GZA I stehen 6 Stallabteile in Größe von 4 x (2x4) und 2 x (3x4) qm mit Grünausläufen für die Futterwerbung oder die Jungtieraufzucht zur Verfügung.

2.      Volieren vor den Stallabteilen, befestigte Wege, Rasen und Blumenrabatten in der Anlage.

3.      Strom für jedes Abteil mit eigenem Zwischenzähler. Wasseranschluss im Stall.

4.      Pflichtmitglied im GZV Hildesheim

5.      Zucht reiner Rassen von Geflügel und Kaninchen Pachtvertrag, Hausordnung, s. Anlage Kleintiergartenordnung zu beachten  s. Anlage

6.      Kosten: Vereinsbeitrag      z. Zt. 30 DM Jährlich

Pachtzins bei            3x4 qm z. Zt. 180 DM jährlich

       2x4 qm z. Zt. 120 DM jährlich

Strom nach Verbrauch lt. Zwischenzähler p. l cbm Wasser  1/6 des Verbrauchs *)    Stromverbrauch incl. Zwischenstand, Tarif Pachtzins für Auslauf je qm 0,20 DM/ Jahr Versicherungen sind im Pachtzinsen enthalten.

7.      Errichtung von Jungtierställen in Holzbauweise gestattet nach Angabe des Vorstandes auf eigene Kosten.

8.      Aufsicht durch einen von den Pächtern gewählten Obmann.

9.      Anlagen: Pachtvertrag „Kleintiergartenordnung", Lageplan der Jungtierausläufe.

Kurzinformation des GZV.

  Hausordnung der GZA I

 
 

  Pachtvertrag der GZA I

2 x Verpächter /Ix Pächter
Stand: 16.08.1984

P a c h t v e r t r a g

zwischen

dem Geflügelzuchtverein Hildesheim u.U.  e.V. von 1869,

 nachfolgend GZV genannt, vertreten durch den

und

Liegenschaftsverwalter

und dem

Mitglied   _____________________- _______

nachfolgend  Pächter genannt.

§ 1

Der GZV verpachtet den Stall Mr. __ mit Voliere In der Vereins­eigenen Gemeinschaftszuchtanlage am Dr. Lax-Haus, Vor der Lademühle 15, so wie er sich darstellt mit dem dazugehörigen Jungtierauslauf in Größe von ____qm.

§ 2

Die Pachtung beginnt am 1. Oktober _________ und läuft auf unbefristete Zeit.

§ 3

Der Pächter hat das Recht, jeweils zum 1. Oktober des laufenden Haushaltsjahres zu kündigen. Die Kündigung muss schriftlich bis zum : 1. Juli des laufenden Jahres erfolgen. Nur im Todesfall des Pächters kann von einer früheren Kündigung Gebrauch gemacht werden.

§     4

Der Vorstand des GZV hat das Recht, einer Pflichtverletzung nach § 6 unter Angabe der Gründe den Pächter bei einer Kündigungsfrist wie zu § 3 zu kündigen.

Über einen Einspruch des Pächters, der innerhalb eines Monats nach Zustellung einzulegen ist, entscheidet die nächste Mitgliederver­sammlung.       

Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung. Zum 1. des dritten Monats nach endgültigem Beschluss der Mitgliederversammlung ist sodann die Anlage zu räumen .

§ 5

Der Pachtpreis pro Jahr beträgt für Stall und Voliere                             _________________DM,

für den Auslauf                                                                                       __________________DM,

insgesamt:                                                                                            __________________DM

und ist jeweils zum 1. Oktober im voraus für das folgende Jahr (1. Oktober - 30. September) zu zahlen. Eine halbjährliche Zah­lung jeweils zum 1. Oktober bzw. 1. April ist zulässig.

Der Betrag ist auf das Konto Nr. 11 20.506 21 bei der Stadtsparkasse Hildesheim, Martin – Luther - Str., BLZ 259 500 01 - zu Über­weisen.

§ 6

Der Pächter verpflichtet sich, die Anordnungen des von der Pächtergemeinschaft der GZA I nach der Geschäftsordnung des GZV Hildesheim gewählten Obmannes zu befolgen und

1.      die Anlage schonend und pfleglich zu behandeln. Beschädigungen an der Anlage sind dem Obmann anzuzeigen und von dem Verursacher auf eigene Kosten zu beseitigen.

2.      Im Frühjahr und im Herbst eine Desinfektion zur Stallhygiene und Tiergesundheit In Zusammenarbeit mit anderen Pächtern und nach Anweisung des Obmannes auszuführen. Der genaue Zeitpunkt wird vom Obmann mit den Pächtern festgelegt.

3.      Jährlich eine vom Vorstand des GZV mit dem Obmann und den Zucht­warten vorzunehmende Stallbesichtigung zuzulassen. Der Besichtigungszeitpunkt  ist 14 Tage vorher bekannt zu geben.

Bei öffentlichen Besichtigungen der GZA ist es wünschenswert, die Stallparzellen nach vorheriger Übereinkunft zugängig zu machen,

4.      die Ställe nicht über zu besetzen. Auf einen Besatzplan, der vom Vorstand zusammen mit dem Pächter je nach Rasse erarbeitet wird, wird hingewiesen.

5.      In der Anlage nur Rassegeflügel, Rassekaninchen bzw. Ziergeflügel nach den Bestimmungen den .BDRG/ZDK und in geringem Umfang; Vögel  zu züchten.

6.      den Pachtzins pünktlich zu entrichten und

7.      die Hausordnung, die in der Gemeinschaftsanlage ausgehängt ist, zu beachten.

Darüber hinaus verpflichtet sich der Pächter, der einen Freiauslauf innehat, die Kleintiergartenordnung der Stadt Hildesheim anzuerkennen.

§ 7

Änderungen an den Zuchtanlagen dürfen nur mit ausdrücklicher Geneh­migung des Vorstandes vorgenommen werden. Im Auslauf kann auch auf |eigene Kosten ein Kükenheim nach den vom Vorstand festgelegten Type in Holz errichtet werden.

§ 8

1.      Wasser

Die Wasserkosten werden durch einen Zwischenzähler nach dem jeweiligen Tarif für die GZA I durch 6 geteilt ermittelt und halbjährlich zum 01.10. bzw. 01.04. bekannt gegeben und abgerechnet.

Für besonderen Wasserverbrauch ist eine bewegliche Wasseruhr vorhanden und zwischenzuschalten.

2.      Strom

Jede Stallparzelle hat einen eigenen Zwischenzähler. Es ist eine dem Tarif entsprechende jährliche Grundgebühr zu entrichten. Sie beträgt z.Zt. je Stall und Gang 24 DM.

Die Kosten für den tatsächlichen Stromverbrauch sind halbjährlich  zum 01.10. bzw. 01.04. jeden Jahres nach Bekanntgabe durch den Liegenschaftsverwalter entsprechend den endgültigen Tarifen der Stadtwerke abzurechnen. Für die gemeinschaftlich benutzten Flächen entstandene Stromkosten werden am Ende des Jahres auf sechs Anteile verteilt.

§ 9

Vertragsänderungen grundsätzlicher Art bedürfen der Zustimmung der Hauptversammlung. Von dieser ist auch die Höhe des Pachtzinses in angemessenen Zeiträumen zu überprüfen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage anzupassen.

Die Hausordnung wurde ausgehändigt.

Hildesheim, den ________________________

 

______________________          ______________________     ____________________

(Geschäftsführer)                                  (1. Vorsitzender)                     (Pächter)

am 9. 9.1977           zurück